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Schleyer Ein Opfer der RAF (Doku Biographie) 2003

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Schleyer Ein Opfer der RAF (Doku Biographie) 2003

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Name:Schleyer Ein Opfer der RAF (Doku Biographie) 2003

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Schleyer. Ein Opfer der RAF

Drei Namen prägen den "Deutschen Herbst" 1977: Jürgen Ponto, Chef der Dresdner Bank, Siegfried Buback, Generalbundesanwalt, und Hanns-Martin Schleyer, Präsident des Bundesvereines der Deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Schleyers Entführung und Ermordung durch die "Rote Armee Fraktion", u.a. die Bilder aus seiner Gefangenschaft fraßen sich ein ins kollektive Gedächtnis der Deutschen - über seine Biografie aber herrschte fortan Schweigen.

Lutz Hachmeisters Film erzählt nun das Leben dieses ungewöhnlichen Menschen, der als junger NS-Funktionär und Burschenschaftler dem deutschen Untergang diente, um dann in den 50'er Jahren mit großem Eifer den Wiederaufbau zu betreiben.

Das Bild von Schleyer, welches lange Zeit unberührt und unreflektiert blieb, wird durch Hachmeisters Werk entscheidend ergänzt: Es zeigt die Heidelberger Studentenzeit Schleyers, seine Tätigkeit im Nazi-besetzten Prag, porträtiert ihn als kompromisslosen Kapitalisten ebenso wie als geselligen Privatmann und kumpelhaften Vater.Dabei kommen Familienangehörige, Kritiker, Wegbegleiter und auch die Täter jener Zeit zu Wort, so dass auch die Beweggründe seiner Mörder dargestellt werden.

Es entsteht mit dem umfassenden und vielseitigen Portrait Schleyers auch ein Bild der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Großes hat das deutsche Dokumentar-Genre im Zusammenhang mit dem RAF-Terror im deutschen Herbst bereits geleistet. Umso beeindruckender, wie es diesem Film gelingt, die Ausschnitthaftigkeit beispielsweise von Heinrich Breloers packendem "Todesspiel" zu dokumentieren. Denn erstmals erzählt Lutz Hachmeister die ganze Geschichte Hanns-Martin Schleyers. Dabei geht es ihm nicht darum, zu diffamieren oder gar den Mord an Schleyer mit Hilfe seiner Nazi-Vergangenheit zu plausibilisieren. Gerade weil sich diese Dokumentation endlich seiner gesamten Biografie annimmt und auch die dunklen Seiten nicht ausspart, wird erstmals ein Individuum hinter den oft gesehenen RAF-Fotos sichtbar. Mit gebotener Sachlichkeit und Sensibilität spürt Hachmeister dem Menschen Schleyer nach - und einer deutschen Karriere, die in allen denkbaren Farben schillert. Sein Film besticht dadurch, dass er die verschiedenen Facetten deutlich werden lässt, ohne seine "gefühlte Authentizität" einzubüßen: Er zeigt nur, was er auch belegen kann. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Das "deutsche" an dieser Geschichte bringt den Autor in vermintes Gelände. Sicheren Schrittes führt er den Zuschauer vorbei an platten Typisierungen oder allzu einfachen Erklärmustern. Er tut dies jedoch nicht, indem er ignoriert oder wertet, sondern zulässt: Zulässt, dass einer der Entführer, Stefan Wisniewski, ein Viertel Jahrhundert nach Schleyers Ermordung sein Handeln zu rationalisieren versucht. Zulässt, dass die Witwe Schleyer sich im Gespräch nicht mehr gar so genau erinnern kann, wie die Schleyers in Prag die Villa der enteigneten und später in Auschwitz ermordeten Jüdin Marie Waignerova zugewiesen bekamen. Zulässt, dass Daniel Cohn-Bendit in einem Talkshow-Ausschnitt von 1978 behauptet, Schleyer sei in Prag jeden Tag mit Heydrich in dessen Karosse unterwegs gewesen und nur aus Zufall dem Attentat auf den SS-Führer entgangen, während Rudi Dutschke neben ihm den Kopf schüttelt. Der Zuschauer entscheidet, was ihm plausibel erscheint.

Hachmeister vertraut seinem Material. Sein Werkzeug ist denn auch nicht der dicke Pinsel, sondern der spitze Bleistift: Er zeichnet kein buntes Plakat, sondern ein Detail-Porträt, das die Blicke und Gesten Hanns-Martin Schleyers freilegt - nicht nur seine bulligen Umrisse und die Schmisse im Gesicht.

an: Lutz Hachmeister (Buch/Regie)

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